Dieses von Erasmus+ co-geförderte Projekt fand in Zusammenarbeit mit SPES Zukunftsakademie, Schlierbach/AT und der HKS Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg/DE. Von März 2024 bis April 2026 befassten sich die Projektpartner mit der Anwendung und Verankerung von kunstbasierten Strategien in Organisationen.
In einem ersten Erasmus+ Projekt haben die gleichen Partner mit mir zusammen ein Training für die Schlüsselkompetenz – die Fähigkeit, offen, beweglich und gemeinschaftlich zu agieren – entwickelt und mehrfach erprobt. Das Training vereint kunstbasierte Vorgehensweisen mit kognitiven und methodischen Ansätzen.
Angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen erarbeiteten wir zentrale Leitfragen für die Zukunft heraus: Wie arbeiten wir in einem Umfeld, das stark von Wandel geprägt ist, zusammen? Wie können wir den Wandel gemeinsam innovativ gestalten? Eine Schlüsselfunktion kommt dabei der Fähigkeit zu, sich „kreativ-agil“ auf neue Situationen einzustellen und respektvoll und effektiv miteinander zu agieren und zu kommunizieren.

Das interdisziplinäre Projektteam aus Erwachsenenbildung, Künsten und Wissenschaft nutzte dabei Strategien und Methoden, die Künstlerinnen und Künstler einsetzen, wenn sie Neues entwickeln und in unbekannte Felder vorstossen. Dazu begeben sich Kunstschaffende absichtlich in Unsicherheit. Das erfordert Neugierde, Offenheit und Mut. Sie nehmen sich den notwendigen Freiraum, um Neues zu entdecken und dieses wirkungsvoll zu gestalten. Ein Schlüssel liegt im Einsatz von kunstbasierten Strategien, die ein Navigieren in offenen Feldern ermöglichen.
Ziel des 26-Monate-dauernenden Prozesses war es, Organisationen und Unternehmen diese wirkungsvollen kunstbasierten Strategien zu eröffnen und sie zu unterstützen, sich zukunftsorientiert aufzustellen.
Meine Partner und ich entwickelten ein Gesamtpaket, das das Training „Kreative Agilität“ als Initialzündung und den Transfer der Erkenntnisse aus dem Training in den beruflichen Alltag der Beteiligten sowie in die Organisationskultur an sich beinhaltet. Wesentliche Fragestellungen dazu sind: Wie gelingt es, Freiräume für einen kreativ-agilen Prozess in Organisationen bzw. Abteilungen zu schaffen und diese zu nützen? Wie können wir Arbeitsprozesse so gestalten, dass Raum für Kreative Agilität entsteht? Wie können wir künstlerische Strategien in unseren Abläufen und/oder in der Projektentwicklung implementieren?
Zu diesem Gesamtpaket zählen:
- Entwicklung und Erprobung von horizontalen Transfer-Massnahmen. Diese betreffen die Organisationsstruktur, Aufbauorganisation sowie Organisationskultur.
- Ebenso wurden vertikale Transfer-Massnahmen entwickelt und erprobt. Diese betreffen die Arbeits- und Innovationsprozesse sowie Produkt- bzw. Projektentwicklung.
Zudem wurde eine digitale Probe-App mit 210 Anwendungen entwickelt und getestet. Diese App beinhaltet Kreativ-Strategien, kunstbasierte Methoden, Warm-Ups, Kreagile Karten und Überraschungskarten.
Eckpfeiler sind:
1. Prozessdesign / Organisationsanalyse (Interview GL, Interviews MA, SWOT-Zusammenfassung) sowie Abschlussgespräch mit GL
2. Training (Warm-Up digital (1.5 Std.) und 2-Tages-Training in Präsenz)
3. Transfer in zwei Phasen (in der Organisation) inkl. Anwendung der dafür entwickelten App mit kreagilen Prinzipien, Übungen und Überraschungskarten
4. Abschluss
Die erarbeiteten Maßnahmen und gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Handbuch für kreagile Transfermaßnahmen zusammengefasst.
Das Handbuch steht hier in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.
Interessiert?
Hier geht’s zu www.kreative-agilitaet.eu
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